Nano-AquariumbeckenAquarium-Becken, Aquarium-Tanks

Becken für Aquarien gibt es in vielen Ausführungen. Aquarienbecken aus Kunststoff sind eher geeignet für kleine Aquarien. Viele Anfängersets sind mit Kunststoffbecken ausgestattet. Die Kunstoffbecken sind deutlich preiswerter als Glasbecken. Dafür sind sie nicht kratz fest und für größere Becken nicht stabil genug. Ein Aquariumbecken aus Glas ist dagegen Kratzfest und auch für große Aquarien geeignet. Ein klassisches Goldfischglas ist übrigens Tierquälerei und unter Aqarianern verpönt.

Aquarium Becken sind fast ausschließlich quaderförmig. Gewölbte oder runde Beckenformen sind, zumindest in Glas, selten und teuer. Runde oder verwinkelte Formen sind nicht nur teurer in der Herstellung sondern machen auch bei der Installation der Aquariumstechnik Probleme. Nahezu alles Zubehör für Aquarien ist für gerade Seitenwände gedacht. Außerdem bekommt man durch die Wölbung einen Linseneffekt, der verzerrt die Sicht auf die Fische.

Bei den Aquariumbecken sieht man derzeit eine Entwicklung in zwei Richtungen. Zum einen werden sogenannte Nano-Aquarien, Beckenvolumen von 20 bis 60 Litern, immer beliebter und zum Anderen Großaquarien jenseits der 1000 Liter Grenze. Während in den Nano-Aquarien Zwergfische, Wirbellose, Krebse und Garnelen gehalten werden geht der Trend bei den Großaquarien eher zu den größeren Exoten. Entgegen der landläufigen Meinung sind Nano-Aquarien nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Durch die kleinen Volumen ist die Biologie in den kleinen Becken sehr empfindlich und typische Anfängerfehler führen schnell zur Katastrophe. Geeignete Anfängerbecken haben ein Volumen um die 250 Liter. In dem etwas größeren Aquariumbecken kann sich eine stabilere Biologie entwickeln und Pflegefehler wirken sich nicht so katastrophal aus.

Für Becken bis zu etwa 450 Liter ist eine Glasstärke von 8-10 mm ausreichend. Darüber sollte die Glasstärke 12 mm oder mehr sein. Gut ist es wenn die Frontscheibe aus Weißglas gefertigt ist und nicht aus normalem Aquarienglas. Durch das weiße Glas hat man eine bessere Farbtreue. Gut währe auch wenn für das Becken Isolierglas verwendet würde. Das vermindert die Energiekosten deutlich. Aber leider ist das bei Fertigbecken noch die Ausnahme. Da muss man schon auf einen Aquarienbauer zurückgreifen und sich sein Wunschaquarium bauen lassen. Die Energiekosten kann man etwas eindämmen indem man die Rück- und Seitenwände des Aquariums isoliert. Auch eine Abdeckung auf dem Aquarium hilft durch verminderte Verdunstung die Energiekosten im Rahmen zu behalten.

Großes Aquariumbecken mit KoiDie Verklebung der Aquariumscheiben sollte mit schwarzem Silikon erfolgen. In transparentes Silikon können Algen eindringen und da sie dort Licht haben auch weiter wachsen. (Algeninfiltration) Über die Zeit sieht das nicht nur unschön aus, es wird auch die Verklebung geschwächt. Eine Versiegelung der Klebestellen auf der Aquariuminnenseite sollte heute selbstverständlich sein. Ob die Aquarienscheiben auf Stoß verklebt sind oder mit einer Wulstverklebung gefügt sind spielt für die Haltbarkeit keine Rolle. Wichtig ist, das man schon bei der Anschaffung eines Aquariumbeckens sich über das Gewicht bewusst ist. Zum einen ist der sichere Transport hier ein Thema und zum Anderen die Statik des Aufstellungsortes. Flächenlasten bis 500 kg/m³ sind in modernen Bauten kein Problem, darüber sollte man unbedingt einen Statiker oder Architekten um Rat fragen. Bei größeren Aquarien ist auch ein stabiler Unterbau wichtig. Eventuell bietet sich eine stabile Bodenplatte an um den Druck auf den Untergrund großflächig zu verteilen.

News